| Diese Services bieten Ihnen die Möglichkeit, die DvISE-Dienste auch aus Programmen zu nutzen,
die nicht mit dem FaxWare-Druckertreiber arbeiten können. Darüber hinaus ermöglichen
Sie den Nachrichtenversand von Computern, die unter einem anderen Betriebssystem
als Microsoft Windows, Novell NetWare oder Linux arbeiten, wie z.B. DOS- oder AS400. Das Versenden von
Nachrichten erfolgt durch einfaches Abspeichern von Dateien mit einer zuvor festgelegten
Dateiendung in einem so genannten FileScan-Verzeichnis. In einer solchen Datei muss neben
dem Nachrichtentext auch die Empfänger-Adresse (Faxnummer, eMail-Adresse etc.) enthalten
sein. Diese wird über spezielle DvISE-Befehle, wie z.B. @@AN@@ oder @@NUMMER@@, angegeben. Die Datei ist als reine DOS-ASCII- oder PCL-Datei zu erstellen.
Es können mehrere FileScan-Services eingerichtet werden, wobei jeder ein bestimmtes Verzeichnis
auf neue Sendeaufträge überprüft. In der Konfiguration der FileScan-Services ist jeweils
das zu überwachende Verzeichnis sowie die Dateinamen-Erweiterung, an der ein Sendeauftrag
erkannt werden soll, festzulegen.
Um einen neuen FileScan-Service anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor: Wählen Sie den
Menüpunkt »Konfiguration -> Services -> FileScan Services« und drücken Sie die Taste
[EINFG] oder klicken Sie auf »Neu«, um einen neuen Eintrag zu erzeugen. Tragen Sie in das
entsprechende Eingabefeld den kompletten UNC-Pfad zu dem gewünschten Verzeichnis ein
und geben die zu berücksichtigende Datei-Extension an.
Wenn z.B. alle Dateien als Sendeaufträge erkannt werden sollen, die mit der Extension
».PCL« im Verzeichnis »DAVID\IMPORT« des DvISE Servers gespeichert werden, nehmen Sie
folgenden Eintrag vor:
\\Servername\Vol\DAVID\IMPORT\*.PCL
Der User »DVU-Servername« bzw. »FaxWare User Servername« muss unbedingt Zugriff auf die
FileScan-Verzeichnisse besitzen, da dessen Account für die Bearbeitung der Aufträge genutzt wird.
Der vordefinierte Standard-Service sollte nicht verändert werden.
Sobald in einem FileScan-Verzeichnis eine Datei mit der festgelegten Extension gefunden
wird, erfolgt deren Bearbeitung als Sendeauftrag. Anschließend wird die Datei aus dem FileScan-Verzeichnis gelöscht.
Folgende Parameter stehen bei der Einrichtung der FileScan-Services zur Verfügung:
Datenformat
Bestimmen Sie das Datenformat für die Dateien, die in dieses Verzeichnis gelegt werden sollen.
Dieser Eintrag ist entscheidend für die Konvertierung der Sendeaufträge.
- (Standard)
Die Sendeaufträge liegen im Format eines Epson-FX-80-Druckertreibers vor und werden in
das Faxformat (TIFF G3) konvertiert.
- PCL FAX
Die Sendeaufträge wurden mit einem HP-LaserJet-kompatiblen Druckertreiber erstellt und
sind für die Verarbeitung mit einem PCL-Konverter bestimmt. Um diese Funktion nutzen zu
können, muss ein entsprechender Konverter (z.B. PCL Conversion Server) installiert sein.
- Preprocessor
Diese Auswahl ist für die Nutzung externer Konverter vorgesehen.
- eMail
Die Sendeaufträge liegen im ASCII-Format vor und werden zum Versand als eMail an DvISE
PostMan übergeben.
Durch die Verwendung des DvISE-Befehls eMails über die FileScan-Services erstellt und versendet werden. Auf diese Weise ist es möglich,
HTML-Tags im Nachrichtentext zu verwenden. Bei der Bearbeitung des Versandauftrages durch
die FileScan-Services werden diese HTML-Tags dann erkannt und umgesetzt. Außerdem wird der
Nachrichtentext zusätzlich auch im reinen Textformat aufbereitet. So ist sichergestellt, dass die
enthaltene Information auch von Empfängern gelesen werden kann, die nicht über die Möglichkeit
verfügen, HTML-eMails zu empfangen oder die diese Option deaktiviert haben.
- VoiceMail
Die Sendeaufträge liegen im Wave-Format vor und werden zum Versand an einen geeigne-ten
CSS Port übergeben.
- TMail (nur bei Einsatz des »Extended Telephony Module«)
Die Sendeaufträge liegen im ASCII-Format vor und werden als TMail an einen geeigneten
CSS Port übergeben.
- »SMS«
Die Sendeaufträge liegen im ASCII-Format vor und werden als SMS-Nachricht an einen CSS
Port übergeben.
Drucker
Hier kann ein Druckerfilter ausgewählt werden, über den alle aus dem FileScan Service ver-sendeten
Dokumente automatisch ausgedruckt werden sollen.
Formularlayout
Wählen Sie ein zuvor erstelltes Formularlayout aus, das beim Faxversand über
diesen FileScan Service generell verwendet werden soll.
Fehlerhafte Jobs ignorieren
Falls diese Option aktiviert ist, werden Aufträge, die für DvISE unverständliche Befehle enthalten,
nicht versendet. Statt dessen wird sowohl im Fehlerprotokoll als auch im Ausgangsver-zeichnis
des jeweiligen Benutzers eine Fehlermeldung erzeugt.
Quittungsdatei
Das Aktivieren dieser Option bewirkt, dass eine so genannte Quittungsdatei im FileScan-Ver-zeichnis
erstellt wird, die Aufschluss über den Status der Sendeaufträge gibt. Eine Quittungs-datei
besitzt die Extension ».$$$« und hat folgenden Aufbau:
- Zeile: Status (0=in Bearbeitung; 1=abgeschlossen)
- Zeile: Fehlernummer
- Zeile: frei
- Zeile: Fehlermeldung im Klartext
Für FileScan Services mit dem Datenformat »PCL-FAX« ist die Erstellung von Quittungsdateien
nicht möglich, da bei diesem Format der DvISE Service Layer die Datei nicht bearbeitet, sondern sofort
an den PCL Conversion Server weitergibt, der die fertig konvertierte Datei dann in das API-Verzeichnis
schreibt.
Aktiver Zeitraum
Sie können hier den Zeitraum angeben, in dem Sendeaufträge von diesem Service abgearbeitet
werden sollen. Aufträge, die außerhalb des aktiven Zeitraums aufgegeben werden,
werden erst beim nächsten Erreichen des aktiven Zeitraums bearbeitet.
Include-Datei
Include-Dateien sind Textdateien, die neben beliebigem Text auch DvISE-Befehle enthalten
können. Der Inhalt wird in den Nachrichtentext eingefügt. Die »Vorab-Include-Datei« wird
vor dem Nachrichtentext eingefügt.
Eventuell enthaltene DvISE-Befehle können durch entsprechende Angaben im Text des Sendeauftrags
überschrieben werden. Der Inhalt einer »Abschluss-Include-Datei« wird hinter dem
Nachrichtentext eingefügt. Hier enthaltene DvISE-Befehle überschreiben somit evtl. die in der
Vorab-Include-Datei oder im Sendeauftrag getroffene Einstellungen. Der Anwender hat also
keine Möglichkeit, die Ausführung der Befehle in einer Abschluss-Include-Datei zu verhindern
oder zu umgehen. |