Q-103.184

CSS-Port für GSM Hardware einrichten

Frage
Problem Wie wird ein CSS-Port für GSM Hardware eingerichtet?
Produkt TLD (SMS)
Priorität normal
Effekt normal
Datum 14.07.2004

Antwort
Schließen Sie zunächst die zu verwendende Hardware (Handy oder GSM Funkmodem) an den DvISE Server an. Befolgen Sie dazu die entsprechenden Hinweise in der Dokumentation des betreffenden Geräts. Falls erforderlich kann der Anschluss der Hardware auch an einem anderen Computer erfolgen. Halten Sie für die Installation des Ports die folgenden Informationen bereit. Diese sind zum Betrieb des Ports erforderlich und werden für den Versand und den Empfang der SMS-Nachrichten genutzt:
  • GSM-Nummer der GSM-Chipkarte
  • COM-Port-Anschlussnummer
  • Rufnummer des Service Centers Ihres GSM-Providers
  • PIN-Code der SIM-Karte

Rufen Sie die Datei SETUP.EXE aus dem Verzeichnis »DAVID\INSTALL« des DvISE Servers auf, um das Port-Installationsprogramm zu starten. Dieses Programm führt Sie anschließend automatisch durch den weiteren Installationsprozess.

Grundkonfiguration
Nach der Installation des Ports müssen Sie die Grundkonfiguration durchführen. Wechseln Sie dazu im DvISE Administrator (Windows) bzw. im Service Layer NLM (NetWare) in das Konfigurationsmenü des betreffenden Ports (Menü »Konfiguration -> Ports -> Port XXX«). Hier stehen Ihnen die folgenden Optionen zur Verfügung:


  • Beschreibung
    Geben Sie einen Namen für den Port ein.
  • Betriebsmodus
Wählen Sie aus der Liste einen Betriebsmodus aus.

Die Optionen »Faxkennung (CSID)«, »Vorwahl für Amtsholung« und »Überprüfung der CSID« können zwar aktiviert werden, sind hier jedoch ohne Funktion.

  • Standard Service Center
    Tragen Sie hier die Telefonnummer Ihres Service Centers ein.
  • GSM Pin
    Tragen Sie die GSM-PIN-Nummer der Chipkarte ein.
  • Max. Sendeteile
    Hier kann die Splitting-Funktion aktiviert werden. Dadurch wird eine Nachricht mit mehr als 160 Zeichen in mehrere Nachrichten zu je maximal 160 Zeichen aufgeteilt und versendet. Der Empfänger bekommt dann mehrere Nachrichten. Geben Sie in das Feld die maximal mögliche Anzahl von Teilnachrichten ein, in welche die Originalnachricht gesplittet werden soll.
  • Max. Kompression
    Sie können eine SMS Nachricht mit einem speziellen Verfahren komprimieren lassen. Somit lassen sich auch Nachrichten versenden, die länger als die erlaubten 160 Zeichen sind. Die mögliche Einstellungen sind:
    »0«: Keine Komprimierung, nur doppelte Leerzeichen werden entfernt
    »1«: Entfernen doppelter Buchstaben und Leerzeichen
    »2«: Entfernen doppelter Buchstaben, doppelter Leerzeichen und Vokale
    »3«: Entfernen aller Leerzeichen, doppelter Buchstaben, Vokale und
  • Min. Signalpegel
    Unter »Min. Signalpegel« können Werte zwischen 0 und 31 für eine minimal zulässige Empfangsfeldstärke eingeben werden. Diese Einstellungen entsprechen den folgenden dBm-Werten:
    »0«: Maximal 113 dBm oder weniger
    »1«: Maximal 111 dBm oder weniger (Standard-Einstellung)
    »2–30:« Maximal 109 dBm (2) bis maximal 53 dBm (30) oder weniger
    »31«: Mindestens 51 dBm oder mehr
  • Kopfzeile/Fußzeile
    Sie können in diese Felder Texte für Kopf- und Fußzeilen eintragen, die bei jeder ausgehenden SMS-Nachricht mit versendet werden. Achten Sie darauf, dass diese Texte bei der Maximalgröße von 160 Zeichen pro SMS-Nachricht mit einbezogen werden.
  • Monitor Informationen
    Bestimmen Sie, ob und in welchem Umfang eine Protokollierung der Übertragungsinformationen stattfinden soll. Das Protokoll können Sie unter »Monitor -> Ports -> Portxxx« einsehen.
  • COM Port
    Geben Sie den COM-Port an, mit dem das Funkmodem verbunden ist.
  • Start Init String/Init String/Stop String
    Hier können Sie Parameter für die Hardware-Konfiguration, so genannte Initialisierungsstrings, eintragen. Bei der Installation wurden Standardwerte vorgegeben, die Sie normalerweise nicht ändern müssen.
  • GSM Netz
    Wenn die Standard-Service Center-Nummer für ein bestimmtes Netz nicht erreichbar ist, können Sie hier die entsprechende Nummer eines anderen Service Centers eintragen. Je nach Provider oder SIM-Karte müssen Sie hier eventuell für die Gegenstelle eines bestimmten Netzes die Rufnummer des Service Centers eintragen. Die Parameter für einen solchen Eintrag müssen bei Ihrem GSM-Provider erfragt werden.
  • Text Ersetzungen
    Mit dieser Liste ist es möglich, bestimmte Textpassagen vor dem Versand ersetzen zu lassen. Sie können so eine Komprimierung erreichen, indem Sie bestimmte Wörter automatisch durch ein Kürzel ersetzen lassen (z.B. »beziehungsweise« durch »bzw«).
  • Verteilpräfix
    Mit dem Inhalt dieses Feldes können Sie die Durchwahlinformation überschreiben, die über diesen Port an die Verteilliste (unter »Datenbank -> Verteilung«) übergeben wird. Es ist somit z.B. möglich, die Nummer des empfangenden Ports zusätzlich an die Verteilliste zu übertragen. Ist das Feld leer, so bleibt die bisherige Durchwahlinformation erhalten. Durch die Angabe der Zeichenfolge »%s« wird die bisherige Durchwahlinformation zusätzlich zur eingetragenen Zeichenkette übergeben.
  • Verteilen an
    Wählen Sie hier einen Empfänger aus, dem generell die über diesen Port empfangenen Nachrichten zugeordnet werden sollen. Wenn Sie einen Eintrag auswählen, hat dieser erste Priorität. Es werden dann die Einträge in der Verteilliste (»Datenbank -> Verteilung«) ignoriert!
  • TLD.INI Datei...
    Über diesen Schalter kann die Konfigurationsdatei TLD.INI des Ports geöffnet werden, die sich in dessen Verzeichnis befindet (DAVID\TLD\PORTS\PORT XXX). Alle zuvor beschriebenen Einstellungen können auch direkt in diese Datei eingetragen werden. Die folgende Einstellung kann jedoch ausschließlich manuell in dieser Datei vorgenommen werden. Beim Versand einer SMS-Nachricht wird in der Nachricht die Information aus dem Feld »Benutzer//eMail« eingetragen. Diese Information muss für die max. Anzahl von 160 Zeichen pro SMS-Nachricht berücksichtigt werden. Um das Einfügen dieser Information zu verhindern, können Sie in der TLD.INI-Datei den Eintrag »INSERTFROM« auf »False« setzen. Nach dieser Änderung ist ein Neustart des Ports erforderlich.
Beachten Sie hierzu den folgenden KnowledgeBase Artikel: