Q-106.046

Bedeutung von Point to Multipoint (PtM) und Point to Point (PtP)

Frage
Problem Was bedeutet »Point to Point« oder »Point to Multipoint« auf einen S0-Bus?
Produkt TLD (ISDN)
Priorität normal
Effekt normal
Datum 29.08.2003

Antwort
So- Basisanschluß
Er ist der am meisten verbreiteteste Anschluß für einfachen Kommunikationsbedarf. Er bietet 2 Nutzkanäle (B-Kanäle bzw. Basiskanäle) mit einer Übertragungsrate von je 64 kBit/s und einem Steuerkanal (D-Kanal) mit 16 kBit/s. Die beiden B-Kanäle können gleichzeitig für Unterschiedliche Aufgaben genutzt werden z.B. Internet und Telefon. Der D-Kanal transportiert spezielle Informationen zwischen den Endgeräten und der Vermittlungsstelle z.B. Gebührenimpulse oder die Rufnummer. Bisher stand dem Anwender keine weitere Nutzungsmöglichkeit des D-Kanals zur Verfügung. Doch nun wird es eine Möglichkeit geben den D- Kanal als Mail, oder Chatkanal zu nutzen. Dies ermöglicht die deutsche Telekom Tochter T-Online. Noch im Mai soll die D-Kanal Flatrate an den Start gehen. Weiter Anbieter werden folgen. (Als Flatrate bezeichnet man eine monatliche Pauschale für Zugangskosten inkl. Telefongebühren, unabhängig von der Surfzeit oder dem Downloadvolumen. Mehr Infos unter www.flatrate.de)

Grundsätzlich wird der So Basisanschluß in zwei Varianten angeboten:

Mehrgeräteanschluß (Point to Multipoint)
Dieser Anschluß ermöglicht die Installation von max. 8 Endgeräten parallel an einem Basisanschluß. Es können auch Terminal Adapter oder Kleinst-TK-Anlagen betrieben werden, die auf der Nebenstelle zusätzlich analoge (a/b) Schnittstellen für die Nutzung analoger Endgeräte ermöglicht. Der Betrieb einer solchen Anlage ist parallel zu weiteren digitalen Endgeräten mit So-Schnittstellen möglich.

Anlagenanschluß (Point to Point)
Dieser Anschluß stellt die direkte Beschaltung des So-Anschlusses auf eine ISDN-TK Anlage dar, an die dann alle Endgeräte angeschlossen werden. In diesem Fall steht ausschließlich die TK-Anlage in Verbindung zur Vermittlungsstelle der Telekom. Der Vorteil dieser Anlage ist der direkte Anschluß von PC.ISDN Karten, die sich direkt an dem Anschluß betreiben lassen und die Möglichkeit der internen Verbindung der Endgeräte.

Durchwahlmöglichkeit
Um mehrere Geräte gleichzeitig betreiben zu können werden diese durch eine Durchwahlnummer unterschieden. EAZ (Endgeräte Auswahl Ziffer) 1TR6
Der Rufnummer wird eine zusätzliche Ziffer angehangen und gelangt zum entsprechenden Endgerät.

MSN (Multi Scriber Number) E-DSS1
Beim Euro-ISDN besteht die Möglichkeit, mehrere völlig Unterschiedliche Rufnummern auf einen So Anschluß zu schalten. Aufgrund dieser verschiedenen Nummern kann die Durchwahl zu bestimmten Endgeräten oder Nebenstellen realisiert werden. Dies hat den Vorteil, daß nach einem Umstieg von Analog auf ISDN die alte Rufnummer behalten werden kann.

Anlagenanschluß (Direct Dial In) DDI
Diesem Anlagenanschluß wird sowohl eine Durchwahlnummer, als auch ein bestimmtes Nummernkontingent für die Nebenstellenseite zugewiesen, das auch als Regelnummernblock bezeichnet wird. Die Menge der zur Verfügung stehenden Rufnummern ist dabei durch die Stellenzahl des Regelnummernblocks begrenzt. (Max 5 Stellen).Die Aufteilung des Nummernblocks kann frei gestaltet werden. Der Anrufer hängt also an die Rufnummer des Anschlusses noch eine Nachwahlnummer mit einer bestimmten Stellenzahl an, die dann entweder von der Telefonanlage oder von entsprechender Software ausgewertet wird.