So- Basisanschluß
Er ist der am meisten verbreiteteste Anschluß für einfachen
Kommunikationsbedarf. Er bietet 2 Nutzkanäle (B-Kanäle bzw. Basiskanäle) mit
einer Übertragungsrate von je 64 kBit/s und einem Steuerkanal (D-Kanal) mit
16 kBit/s. Die beiden B-Kanäle können gleichzeitig für Unterschiedliche
Aufgaben genutzt werden z.B. Internet und Telefon. Der D-Kanal transportiert
spezielle Informationen zwischen den Endgeräten und der Vermittlungsstelle
z.B. Gebührenimpulse oder die Rufnummer. Bisher stand dem Anwender keine
weitere Nutzungsmöglichkeit des D-Kanals zur Verfügung. Doch nun wird es eine
Möglichkeit geben den D- Kanal als Mail, oder Chatkanal zu nutzen. Dies
ermöglicht die deutsche Telekom Tochter T-Online. Noch im Mai soll die
D-Kanal Flatrate an den Start gehen. Weiter Anbieter werden folgen. (Als
Flatrate bezeichnet man eine monatliche Pauschale für Zugangskosten inkl.
Telefongebühren, unabhängig von der Surfzeit oder dem Downloadvolumen. Mehr
Infos unter www.flatrate.de)
Grundsätzlich wird der So Basisanschluß in zwei Varianten angeboten:
Mehrgeräteanschluß (Point to Multipoint)
Dieser Anschluß ermöglicht die Installation von max. 8 Endgeräten parallel an
einem Basisanschluß. Es können auch Terminal Adapter oder Kleinst-TK-Anlagen
betrieben werden, die auf der Nebenstelle zusätzlich analoge (a/b)
Schnittstellen für die Nutzung analoger Endgeräte ermöglicht. Der Betrieb
einer solchen Anlage ist parallel zu weiteren digitalen Endgeräten mit
So-Schnittstellen möglich.
Anlagenanschluß (Point to Point)
Dieser Anschluß stellt die direkte Beschaltung des So-Anschlusses auf eine
ISDN-TK Anlage dar, an die dann alle Endgeräte angeschlossen werden.
In diesem Fall steht ausschließlich die TK-Anlage in Verbindung zur
Vermittlungsstelle der Telekom. Der Vorteil dieser Anlage ist der direkte
Anschluß von PC.ISDN Karten, die sich direkt an dem Anschluß betreiben lassen
und die Möglichkeit der internen Verbindung der Endgeräte.
Durchwahlmöglichkeit
Um mehrere Geräte gleichzeitig betreiben zu können werden diese durch eine
Durchwahlnummer unterschieden.
EAZ (Endgeräte Auswahl Ziffer) 1TR6
Der Rufnummer wird eine zusätzliche Ziffer angehangen und gelangt zum
entsprechenden Endgerät.
MSN (Multi Scriber Number) E-DSS1
Beim Euro-ISDN besteht die Möglichkeit, mehrere völlig Unterschiedliche
Rufnummern auf einen So Anschluß zu schalten. Aufgrund dieser verschiedenen
Nummern kann die Durchwahl zu bestimmten Endgeräten oder Nebenstellen
realisiert werden. Dies hat den Vorteil, daß nach einem Umstieg von Analog
auf ISDN die alte Rufnummer behalten werden kann.
Anlagenanschluß (Direct Dial In) DDI
Diesem Anlagenanschluß wird sowohl eine Durchwahlnummer, als auch ein
bestimmtes Nummernkontingent für die Nebenstellenseite zugewiesen, das auch
als Regelnummernblock bezeichnet wird. Die Menge der zur Verfügung stehenden
Rufnummern ist dabei durch die Stellenzahl des Regelnummernblocks begrenzt.
(Max 5 Stellen).Die Aufteilung des Nummernblocks kann frei gestaltet werden.
Der Anrufer hängt also an die Rufnummer des Anschlusses noch eine
Nachwahlnummer mit einer bestimmten Stellenzahl an, die dann entweder von der
Telefonanlage oder von entsprechender Software ausgewertet wird. |