| Der Unterschied von Class 2 zu Class 1 besteht in der Abwicklung des
Verbindungsprotokolls (T.30). Bei Class 1 liegt diese Aufgabe bei der Software,
ab Class 2 sorgt das Modem für die Einhaltung des Verbindungsprotokolls und der
Timings. Die Kodierung der Faxseiten übernimmt in beiden Fällen die
Software.
Class 1 ist damit mittels Software aufwendiger zu erfassen. Außerdem wird der
Prozessor des Rechners wesentlich mehr beansprucht, was vor allem in
Multitasking-Umgebungen nicht unproblematisch ist. Da aber alle Funktionen von der Software bereitgestellt werden müssen und Class 1 lediglich
die Schnittstelle zum Modem-Chipsatz darstellt, können Erweiterungen leichter
realisiert werden.
Im Gegensatz dazu können bei Class 2 (2.0) neue Möglichkeiten ausschließlich
durch Modem-Firmware-Updates implementiert werden. Dafür kann die Software
einfach gehalten werden und die Auslastung des Prozessors ist geringer.
Die optimale Kombination stellen Fax-Modems dar, die neben Class 2 (2.0) auch
noch Class 1 beherrschen. Dies ist aber speziell bei den preiswerteren Modellen
nicht immer der Fall. Die Vorteile der beiden Classes lassen sich so nach Bedarf
kombinieren. Alle Möglichkeiten, die sich mit Class 2 (2.0) realisieren lassen,
können relativ einfach programmiert werden. Zusätzliche Funktionen sind durch
flexiblere aber auch anspruchsvollere Class 1 Befehle implementierbar. |