Q-106.270

Parameter der Datei DAVID.INI

Frage
Problem Welche Funktionen haben die Parameter in der DAVID.INI?
Produkt David
Priorität normal
Effekt normal
Datum 2.10.2003

Antwort
Funktionsweise der Datei DAVID.INI

Auf dem Server befindet sich im Verzeichnis \\DAVID\CODE\ die Datei DAVID.INI, deren Parameter beim Start des Service Layers ausgewertet werden. Hier wird festgelegt, wann z.B. Datenbereinigungen vom Server durchgeführt werden sollen, in welchen Intervallen bestimmte Verzeichnisse gescannt werden, etc.
Der Wert, der nach einer Installation standardmäßig eingetragen ist, wird auch als "Default" unter der Eintragszeile nochmals zur Information angezeigt. Änderungen sollten sehr vorsichtig und wohl durchdacht vorgenommen werden, denn ein falscher Eintrag kann unvorhersehbare Probleme und Abstürze des Servers verursachen.
Wenn eine Änderung durchgeführt wird, muss dass Semikolon am Anfang der ersten Eintragszeile entfernt werden, erst dann wird dieser manuelle Eintrag auch ausgelesen. Die Änderungen sind nur durch einen Neustart des Service Layers wirksam.

Folgende Einträge befinden sich in der Datei DAVID.INI:

TLDControlDelay = 2000
In diesem Intervall wird das Verzeichnis David\TLD\Port\xxx nach vorhandenen TLD.TX- oder TLD.RX-Dateien gescannt, welche für den Nachrichtenversand/-empfang generiert werden. Die Einheit ist Millisekunden.

MainTLDControlDelay = 2000
Zeitraum in Millisekunden, bevor in den TLD-Verzeichnissen nach vorhandenen Dateien gescannt wird, z.B. nach einem Neustart des Ports oder Systems.

GetFirstFreeTLDDelay = 1000
Intervall, welches für die Übergabe eines neuen Auftrags an einen freien Port verantwortlich ist. Eine Änderung kann die allgemeine Auftragsübergabe beeinflussen. Die Einheit ist Millisekunden.

JOBFreeDelay = 1500
Der Service Layer legt für neue Aufträge einen Verweis in der Datei DAVID.JOB ab, so dass diese Datei auf neue Einträge überwacht wird. Zeitraum in Millisekunden, in dem der nächste Eintrag im Auftragsbuch gelesen wird, wenn der aktuelle Job den Status »frei« trägt.

JOBDelay = 10
Intervall bei vorhandener Auftragsbearbeitung des Service Layers. Es wird entsprechend nach neuen Einträgen gescannt. Die Einheit ist Millisekunden.

ScanDelay = 2000
Dieser Intervall überwacht die Verzeichnisse, in denen neue Aufträge erstellt werden (API- und FileScan-Services, unter NetWare zusätzlich der Queue-Service). Eine Änderung beeinflusst die Geschwindigkeit, mit welcher der Service Layer neue Aufträge erkennen kann. Bei häufigem Einsatz von Seriensendungen kann eine Änderung (langsamer) sehr hilfreich sein, um Fehler während der Konvertierung von Aufträgen zu vermeiden. Die Einheit ist Millisekunden.

QueueScanDelay = 2000
Intervall in Millisekunden, in dem erstellte Druckaufträge überwacht werden. ScrUpdateDelay = 1000 (nur unter NetWare) Automatischer Refresh der Konfigurationsbildschirme auf dem Server innerhalb dieses Intervalls. Eine Änderung hat keinen Einfluss auf das eigentliche DvISE-System, sondern nur auf die Aktualität, z.B. in den Monitoren der einzelnen Module. Die Einheit ist Millisekunden. ImmediatePurgeDIR = Volume:DAVID\TLD\PORT\001 (nur unter NetWare) Der Service Layer setzt das System-Flag für die Bereinigung des Systems im angegebenen Ordner.

CommandID =
Mit diesem Eintrag können Sie individuelle Befehlscharaktere erstellen, wenn z.B. das @-Zeichen auch von einer anderen Applikation ausgewertet würde. Sie können also frei bestimmen, welches Zeichen für die einzelnen DvISE Befehle eingesetzt werden kann. Nach Möglichkeit sollte dieser Eintrag NICHT geändert werden.

AdditionalCommandID = !!
Die alternative Sequenz zur CommandID, welche ebenfalls frei wählbar ist. Nach Möglichkeit sollte dieser Eintrag NICHT geändert werden.

PrinterLPP = 68
Der automatische Protokollausdruck nutzt die entsprechende Anzahl der Zeilen pro Seite, welche hier eingetragen ist. Beachten Sie, dass sich bei einer Änderung die Aufteilung einer Druckseite ändert und es ggf. zu einer Leerseite kommen kann.

Enable0Pages = FALSE
Leere Seiten, welche durchaus gewollt in einem Dokument vorkommen können, werden bei der Einstellung »TRUE« nicht konvertiert.

DateValue = FALSE
Datumseinstellung des Service Layers. Bei Umstellung des Parameters wird das reale Datum anstelle von "heute" und "gestern" in die Protokolldateien eingetragen.

DeleteTime = 3
Startzeit der automatischen Bereinigung des Service Layers (03:00 Uhr nachts). Bei Einsatz von Backup-Software ist oftmals eine Änderung notwendig, um unnötige Server- Auslastungen zu vermeiden. Bei einer Eingabe des Wertes »25« oder höher wird keine Bereinigung gestartet.

NightFrom = 18
Hier wird der Zeitpunkt bestimmt, wann der Service Layer den kostenoptimierten Versand starten soll.

NightTo = 8
Hier wird der Zeitpunkt bestimmt, wann der Service Layer den kostenoptimierten Versand beenden soll.

RNDReport = RND.NOK
Hier können Sie bestimmen, welche Report-Datei der Service Layer bei Rundsendungen erstellen soll. Nur fehlerhafte Aufträge werden in dieser Datei eingetragen, welche unter DAVID\APPS\FAXWARE\RESOURCE\DATA abgelegt wird. Durch die Angabe dieses Parameters ohne Wertübergabe (RNDReport= ) wird die Erstellung der Report-Datei verhindert.

AcceleratePGA = 12
Konvertierungseinstellung der PGA-Dateien. Je höher der Wert, desto schneller die Konvertierung. Dieses gilt für alle Aufträge, die vom Service Layer erstellt werden sollen.

AcceleratePCX = 20
Konvertierungseinstellung der PCX-Dateien (Grafiken wie z.B. Formulare). Je höher der Wert, desto schneller die Konvertierung.

AccelerateG3 = 20
Konvertierungseinstellung des eigentlichen Ausgabeformats (Fax G3). Je höher der Wert, desto schneller die Konvertierung.

AccelerateDRK = 5
Konvertierungseinstellung der Druckdateien. Je niedriger der Wert, desto schneller die Konvertierung (nur bei Betrieb von DvISEunter Novell NetWare).

DisableScanQueues = FALSE
Abschaltung des Scan-Intervalls für den Queue-Service, nachdem ein Auftrag erfolgte. Dieser Wert sollte möglichst nicht geändert werden, da ansonsten Aufträge ggf. nicht mehr abgearbeitet werden.

DisableScanNoBook = FALSE
Abschaltung des Scan-Intervalls für das Import-Verzeichnis, nachdem ein Auftrag erfolgte. Dieser Wert sollte möglichst nicht geändert werden, da ansonsten Aufträge ggf. nicht mehr abgearbeitet werden.

DisableScanErrFiles = FALSE
Hiermit wird das Fehlerprotokoll beeinflusst, so dass dieses nicht mehr nach neuen Einträgen gescannt wird. Der Wert sollte nach Möglichkeit nicht geändert werden, da Fehleranalysen erschwert werden, wenn die Fehlerprotokolle des Service Layers nicht mehr im Tobit Info- Center angezeigt werden.

DisableCheckFileSize = FALSE
Dieser Parameter vergleicht, ob bei einem Neustart des Service Layers eine Änderung in den Datenbanken des Service Layers erfolgt ist. Dieser Eintrag beeinflusst die Einstellungen im DvISE Administrator unter »Konfiguration/System« auf der Registerkarte »Optionen/Corrupt File Detection Default«.

NoAppendDel = TRUE
Veranlasst das Löschen der Image-Datei nach Versand. Dieser Wert sollte nicht verändert werden, da die Dateien physikalisch gelöscht werden und im Tobit InfoCenter nur ein Verweis auf diese Datei angezeigt wird.

DisableChkFileSize = FALSE
Dieser Eintrag ist doppelt vorhanden und somit ohne Bedeutung.

AllowSysFileChecking = TRUE
Dieser Wert aktiviert die Datenprüfung beim Start des Service Layers in Bezug auf die Systemdateien (DAVID\CODE). Dieser Wert sollte nach Möglichkeit nicht geändert werden.

TrainingDuration = 5
Definiert die Zeit in Sekunden, die der Service Layer für das Handshake mit einer Gegenstelle veranschlagt, um die eigentliche Übertragung zu beginnen. Diese Zeit wird zur geschätzten Übertragungszeit addiert. Hinweis: Hierbei wird nicht die reale Übertragungsdauer angezeigt!

ChangePageDuration = 1
Definiert die Zeit in Sekunden, die der Service Layer für einen Seitenwechsel veranschlagt. Diese Zeit wird zur geschätzten Übertragungszeit addiert. Hinweis: Hierbei wird nicht die reale Übertragungsdauer angezeigt!

FaxBoxLog = FALSE
Definiert, ob die erstellten FaxBox-Dokumente in die Potokolldatei eingetragen werden sollen.

MinPageByteCnt = 0
Definiert die Anzahl der Schriftzeichen, die auf einer Seite vorhanden sein müssen, bevor ein Seitenumbruch generiert wird. Dieser Wert kann geändert werden, wenn z.B. eine ungewollte Leerseite konvertiert wird (in Verbindung mit einem eMail Client wie z.B. Novell GroupWise).

NoTLDTimeOut = 300
Dieser Parameter definiert den Zeitraum in Sekunden, in dem die Meldung "Kein Transport Layer aktiv" ausgegeben wird. Danach wird erst wieder eine Meldung ausgegeben, wenn eine neue Nachricht verschickt werden soll. Der Wert "0" schaltet die Überprüfung und entsprechend die Ausgabe der Warnmeldung ab.

DupLog =
Mit dem DupLog-Befehl haben Sie die Möglichkeit getrennte Protokolldateien für das Sende- und Empfangsprotokoll anzulegen. Hierfür müssen Sie lediglich im DupLog-Befehl den Dateinamen für die Protokolldatei wie folgt angeben:
Microsoft Windows:
\\SERVERNAME\DAVID\CODE\DV.LOG
Novell NetWare:
\\SERVERNAME\VOL1:DAVID\CODE\DV.LOG

BackupPath =
Definiert den Pfad zur Datensicherung, welche im DvISE Administrator unter »Konfiguration/ System« eingestellt werden kann.

DisableBinFax = FALSE
Deaktiviert den Versand eines Anhangs per Fax oder eMail. Hinweis: Dieses gilt global und ist nicht nur benutzerbezogen.

DisableAddTrustees = FALSE (nur unter NetWare)
Deaktiviert die automatisch vergebenen Rechte unter NetWare. Wird dieser Punkt geändert, müssen die Benutzerrechte manuell definiert werden.

DefaultUserRootArchiveTrustees =
Gibt an, welche Rechte ein User auf sein Verzeichnis bekommt. Die Werte werden in HEX angegeben (nur unter NetWare).
Mögliche Einstellungen:
Keine Rechte: 0x0000
Lesen: 0x0001
Schreiben: 0x0002
Erstellen: 0x0008
Löschen: 0x0010
Access Control: 0x0020
FileScan: 0x0040
Ändern: 0x0080
Supervisor: 0x0100
Alle: 0x01FB
Beispiel:
Um die Rechte eines Benutzers für Lesen, Schreiben und FileScan zu definieren, schreiben Sie:
DefaultUserRootArchiveTrustees = 43

DefaultAddressBookTrustees
Definiert, ob ein Benutzer seine Standardrechte auch auf das öffentliche Adressbuch bekommt. Das Definieren der Rechte erfolgt wie bei "DefaultUserRootArchiveTrustees".

DefaultArchiveResourceTrustees
Definiert, ob ein Benutzer seine Standardrechte auch auf das Verzeichnis DAVID\ARCHIVE\RESOURCE bekommt. Das Definieren der Rechte erfolgt wie bei "DefaultUserRootArchiveTrustees".

DefaultAPIDirectoryTrustees
Definiert, ob ein Benutzer seine Standardrechte auch auf das Verzeichnis DAVID\APPS\FAXWARE\OUT\API bekommt. Das Definieren der Rechte erfolgt wie bei "DefaultUserRootArchiveTrustees". Bei nicht korrekter Rechtevergabe ist es unter Umständen möglich, dass der Benutzer aufgrund mangelnder Zugriffsrechte auf dieses Verzeichnis keine Daten versenden kann. Beachten Sie dazu unbedingt das Kapitel 2.1.2 im Mitgelieferten Handbuch

DefaultClientsDirectoryTrustees
Definiert, ob ein Benutzer seine Standardrechte auch auf das Archive DAVID\CLIENTS bekommt. Beachten Sie dazu, dass der User bei mangelndem Zugriff automatische UpDates bzw. das Tobit InfoCenter nicht installieren kann. Das Definieren der Rechte erfolgt wie bei "DefaultUserRootArchiveTrustees".

DefaultCoverDirectoryTrustees
Definiert, ob ein Benutzer seine Standardrechte auch auf das Verzeichnis DAVID\ APPS\FAXWARE\RESOURCE\COVER bekommt. Dieses ist notwendig, um mit Deckblättern arbeiten zu können. Ohne Zugriff kann der Service Layer nicht die entsprechenden Daten für einen Benutzer einfügen. Das Definieren der Rechte erfolgt wie bei "DefaultUserRootArchiveTrustees".

DefaultADDRImportRecs =
Dieser Parameter ermöglicht die Eingabe einer standardisierten Reihenfolge für den Import von Adressen (Kapitel 3.6 im Handbuch). Die eingetragene Reihenfolge sollte dann unbedingt eingehalten werden, da der Service Layer entsprechend dieser Angabe die zu importierenden Adressen konvertiert.
Beispiel:
DefaultADDRImportRecs = ADDR_SHOWNAME, ADDR_FAX, ADDR_EMAIL

MinFileAge = 6
Definiert das "Mindestalter" einer Datei in Stunden, bevor der Service Layer diese während der automatischen Datenbereinigung löschen darf. "Jüngere" Dateien werden nicht entfernt.

DisableExtraPort = TRUE
Das Verzeichnis DAVID\TLD\PORT\EXTRA wird bei Aktivierung (Standard) vom Service Layer überwacht. Beachten Sie dabei, dass dort nur Daten abgelegt werden, die nicht korrekt empfangen worden sind. In diesem Fall sollten Sie die Lizenzen (IHS oder PostMan) bzw. die Kommunikation der entsprechend eingesetzten eMail-Ports überprüfen.

BarSign = 254
Hier können Sie das ASCII-Zeichen ändern, mit der die Server-Auslastung während einer Konvertierung angezeigt wird. Im Allgemeinen wird diese Einstellung nicht geändert.

CreateJobDebugFile = FALSE
Mit diesem Eintrag wird für jeden Auftrag eine Debug-Datei erzeugt, in der die Befehle angezeigt werden, die entsprechend des Auftrages generiert werden. Der Service Layer erstellt eine Datei mit der Erweiterung "DEB" im Auftragsbuch eines Benutzers. Da diese Einstellung global wirkt, ist mit einem hohen Datenaufkommen zu rechnen. (Sie sollte nur bei evtl. auftretenden Problemen aktiviert werden.) Daher empfielt es sich, in einer Nachricht den Befehl einzufügen, um den aktuell erstellten Auftrag zu kontrollieren.

AutoValidation = TRUE
Beim Start des Tobit InfoCenters wird für einen nicht eingetragenen Benutzer ein Verzeichnis mit dessen ID-Nummer angelegt. Durch Abschalten dieses Parameters wird die Erstellung des Archives auf dem Server unterbunden.

MaxSuccessiveErrorCount = 10
Dieser Parameter bestimmt, nach welcher Anzahl von aufeinander folgenden Fehlern ein Port deaktiviert wird (unabhängig davon, wie ein Fehler entstanden ist). Reaktivieren können Sie einen Port durch folgende Tastenkombinationen im Service Layer/DvISE Administrator unter »Monitor -> Ports«:
Microsoft Windows: [STRG] + [F2]
Novell NetWare: [F2]
Die Einstellung "0" (null) verhindert eine Abschaltung der Ports. Sollten sich diese trotzdem deaktivieren, kontaktieren Sie den Hardware-Hersteller, da eine Abschaltung der Hardware nicht durch diesen Eintrag verhindert werden kann (normalerweise ist dieses nur mit Modems möglich).

DisableFaxHeader = 0
Dieser Parameter ermöglicht die Abschaltung der vom Service Layer generierten Kopfzeile.
Folgende Einstellung ist möglich:
0 = Faxe und FaxBox-Dokumente mit Kopfzeile
1 = Faxe ohne Kopfzeile und FaxBox-Dokumente mit Kopfzeile
2 = Faxe mit Kopfzeile und FaxBox-Dokumente ohne Kopfzeile
3 = Faxe und FaxBox-Dokumente ohne Kopfzeile

TextHeadLineSequenz =
Dieser Eintrag formatiert den automatischen eMail-Ausdruck. Dazu werden die entsprechenden ESC-Sequenzen eingetragen, z.B.:
TextHeadLineSequenz=\e(s7B\e&d0D%s\e(s0B\e&d@

DisableThumbnail =
Dieser Wert definiert, ob Thumbnails im Vorschaufenster des Tobit InfoCenters angezeigt werden. Bei Abschaltung können Faxnachrichten nur noch per Doppelklick geöffnet werden, nicht mehr über die Vorschau.

PostMasterEmailAddr =
Bei Tracking Mails bzw. Einschreiben kann hier die Rücksende-Adresse festgelegt werden. Standard ist die Adresse postmaster@domain.com; dieses kann aber in Ihre persönliche eMail-Adresse geändert werden, wie z.B. info@unserefirma.de

UseJobCollection=0
Dient dazu, ausgehende Nachrichten umzubenennen, z.B.bei Sammellisten-Einträgen: Suchstring: rs
Neue Adresse:richard.sander@tobit.com
Mögliche Einstellungen sind:
0 = gar nicht
1 = vor den internen Usern
2 = nach den internen Usern

Hinweis:
Je nach DvISE Version und Betriebssystem können sich Abweichungen bzw. Änderungen ergeben.