| Frage | |
| Problem | Es soll eine eMail-Abfrage via SMTP Extended Turn realisiert werden. |
| Produkt | David PostMan |
| Priorität | keine |
| Effekt | harmlos |
| Datum | 27.10.2006 |
| Antwort |
| Wenn Sie über eMail-Postfächer bei einem oder mehreren Providern verfügen, so stellt Ihnen die David Information Server Engine verschiedene Funktionen zur Verfügung, um diese Mailboxen abzufragen. Zum einen bietet der DvISE PostMan ein Abrufen von eMails über das SMTP-Protokoll durch Nutzung des ETRN-Kommandos. Unter dem Punkt »Mail Polling« in der PostMan-Konfiguration können Sie die Abfrage von eMail-Postfächern über das SMTP-Protokoll realisieren. Dazu werden die speziellen SMTP-Kommandos TURN, ETRN oder ATRN genutzt. PostMan baut zunächst eine normaleSMTP-Verbindung zum Provider auf, genau so, als wollte er eMails versenden. Statt jedoch Sendeaufträge an den Mail Server des Providers zu übergeben, sendet er das Kommando TURN, ETRN oder ATRN. Hierdurch wird der Mail Server des Providers veranlasst, Ihre Postfächer nach neuen Nachrichten zu überprüfen und eine entsprechende Rückmeldung zu übertragen. Danach wird die Verbindung wieder beendet. Wenn neue Nachrichten in den Mailboxen vorliegen, wird vom Mail Server des Providers eine neue Verbindung aufgebaut, über welche die Nachrichten aktiv übertragen werden. Um unautorisierten Zugriff auf die Daten zu verhindern, ist das Absenden des ETRN-Kommandos in der Regel ausschließlich nach einer erfolgreichen Anmeldung beim Mail Server des Providers möglich. Natürlich können Sie diese Art der eMail-Abfrage nur dann nutzen, wenn Ihr Provider diese Technik unterstützt. Holen Sie sich daher die entsprechenden Informationen von Ihrem Provider ein, bevor Sie die folgenden Einstellungen vornehmen. Generelle Einstellungen Legen Sie weiterhin einen aktiven Zeitraum sowie ein Intervall für den regelmäßigen Verbindungsaufbaufest. Außerhalb des hier definierten Zeitraums findet keine Verbindung zum Provider statt. Sie können außerdem einen Zeitraum in Sekunden definieren, in dem PostMan maximalauf das Eintreffen der ersten Mail vom Provider warten soll. Diese Einstellung ist dannwichtig, wenn Sie über eine Wählverbindung mit Ihrem Provider verbunden sind. Ist nach Ablauf dieser Zeit noch keine Nachricht eingegangen, wird die Verbindung automatisch beendet. Wenn der Schalter »Intervall wie bei Provider« aktiviert ist, werden die eMails über das TURN-Kommando in denselben Intervallen abgefragt, wie in den Einstellungen für die generelle SMTP-Verbindung festgelegt. In diesem Fall werden die Verbindungsparameter übernommen, die in der PostMan-Konfiguration unter dem Punkt »Provider« festgelegt wurden. Es kann also dieselbe Verbindung zum Provider genutzt werden. Abzufragende Mail-Domänen Wählen Sie die Funktion »Neu«, um einen neuen Eintrag zu erzeugen und tragen Sie den Namen der Domäne, bei welcher die Anmeldung erfolgen soll, ein. Geben Sie danach den Benutzernamen und das Passwort für die Anmeldung an. Schließlich können Sie auswählen, ob eine unverschlüsselteAnmeldung (Login) oder eine verschlüsselte Anmeldung (CRAM-MD5) erfolgen soll. Archive Struktur für den SMTP Extended Turn Server-Dienst Allerdings sollte man sich eine klare Struktur überlegen, besonders, wenn man eine große A-zahlDomains "hosten" möchte. Folgende Struktur wäre z.B. sinnvoll:Im Tobit InfoCenter unterhalb von »Archive« (blaues Icon) im Archive-Baum wird das Sub Archive »TURN Provider« angelegt. Unterhalb dieses Archives wird pro Kunde, der per SMTP Extended TURN seine eMails abholen kann, ein Sub Archive wie »Domain A«, »Domain B« usw angelegt. Wenn es sich um sehr viele Archives handelt, empfiehlt es sich, die Domains zusätzlich nach Anfangsbuchstaben zu sortieren: »Domains von A-J«, »Domains von K-S«, usw... Diese Archives werden für die Verteilung der eingehenden Kunden-eMails als Zielarchives genutzt und müssen unter dem Punkt »abzufragende Mail-Domänen« eingetragen werden. Nach erfolgter Abfrage durch den Kunden werden die Nachrichten aus diesen Archives gelöscht. Für die Abfrage müssen diese Archives im Tobit InfoCenter für den Remote Access freigegeben sein. Die folgenden Einstellungen nehmen Sie in der ARCHIVE.INI des entsprechenden Archives auf Betriebssystemebene vor. Den Pfad zur ARCHIVE.INI finden Sie im »Eigenschaften«-Dialog imTobit InfoCenter. Wechseln Sie im Windows-Explorer in das entsprechende Verzeichnis und öffnen Sie die ARCHIVE.INI. In dieser Datei sind die Parameter »Username« und «Password« einzutragen bzw. anzupassen. Folgenden Parameter müssen hinzugefügt werden: AUTHTYPE
Bestimmen Sie hier, welche Art des TURN-Kommandos für das Abholen der eMails verwendet werden soll. Die mögliche Werte für diesen Parameter sind:
Dieser Parameter ist nur bei der ETRN-Methode erforderlich und beinhaltet die IP-Adresse oder den Domain-Namen des ETRN-Clients. Verfügt der Client nicht über eine feste IP-Adresse, kann dort die Variable »%(IP)« eingetragen werden, um die für die aktuelle Verbindung verwendete IP-Adresse des Clients auszulesen. Die eMails werden dann an diese IP-Adresse geschickt. Allerdings sollte diese Möglichkeit nur genutzt werden, wenn der Client weder TURN noch ATRN unterstützt! Durch Verwendung der Variablen »%(IP)« wird die IP-Adresse des Clients bei jeder Verbindung neu ermittelt. Hierbei sollte zum Senden der eMails eine Anmeldung des Providers beim Client erfolgen. Beispiele: SENDAUTHTYPE SENDAUTHTYPE=LOGIN Im Verzeichnis »\DAVID\APPS\POSTMAN\CODE« wird eine Log-Datei mit dem Namen POSTMAN.ACC geführt, in der alle TURN/ETRN/ATRN-Zugriffe protokolliert werden. Hierbei handelt es sich um eine Textdatei, die mit einem normalen Editor geöffnet werden kann. Die Größe dieser Datei ist auf1MB begrenzt. Hinweis: |

